<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Entwicklungshilfe-Blog &#187; Nahrungsmittelkrise</title>
	<atom:link href="http://www.entwicklungshilfe-blog.de/tag/nahrungsmittelkrise/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de</link>
	<description>weiterdenken</description>
	<lastBuildDate>Fri, 06 Aug 2010 07:24:23 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Heute schon gegessen?</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/11/heute-schon-gegessen/</link>
		<comments>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/11/heute-schon-gegessen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 20:51:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Rüller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[FAO]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsmittelkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Welternährung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.entwicklungshilfe-blog.de/?p=509</guid>
		<description><![CDATA["Die Weltgemeinschaft wollte die Zahl der Hungernden halbieren. Nun ist diese auf über eine Milliarde gestiegen. Dabei fehlt es nicht an Nahrungsmitteln."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Christiane Grefe</em> geht in ihrem <strong>Artikel &#8220;Heute schon gegessen?&#8221;</strong>, erschienen in der <em>ZEIT Nr. 47/09</em> vom 12. November 2009, der Frage nach, warum bisher so oft alle Bemühungen, den Hunger in der Welt zu bekämpfen, gescheitert sind.<br />
Anlass sind jüngere Zahlen der Welternährungsorganisation FAO in Rom, dass die Zahl der Hungernden erstmals seit den 60er Jahren wieder auf über eine Milliarde Menschen gestiegen sei. Verglichen mit damals (1/3) machen diese heute zwar anteilig &#8220;nur&#8221; 1/6 der Menschheit aus, die Entwicklung sei aber angesichts unseres heutigen Wissens um die Ursachen des Hungers skandalöser denn je: weil Hunger keine Konsequenz &#8220;von echter Knappheit [sei], sondern von Ignoranz und politischer Kurzsichtigkeit.&#8221; Diese Zahlen stehen auch in krassem Kontrast zu den UN-Milleniumzielen (beschlossen 2000) , nach denen die Zahl der Hungernden bis 2015 um die Hälfte reduziert werden sollte. Dies sei mal wieder ein typischer Fall, wo Gipfeltreffen abgehalten und feierliche Erklärungen und Absichtserklärungen abgegeben werden, aber nur selten verbindliche, nachprüfbare Anstrengungen unternommen würden. Noch heute seien die Nachwirkungen der lange Jahre vorherrschenden entwicklungspolitischen Prinzipien im Geiste des &#8211; heute so oft geschmähten und öffentlich bereuten &#8211; Washington Consensus spürbar. Zugunsten von weniger staatlichem Einfluss und liberalisierten Märkten seien Investitionen in die lokale Landwirtschaft und Förderung der Bauern auf der Strecke geblieben &#8211; auch wenn heute etwa die G8 Staaten wieder mehr Geld für diesen Sektor ausgäben. Erschwerend kommt die Einseitigkeit der Anwendung der damals propagierten Politik hinzu: Schließlich haben die Industrieländer selbst nie wirklich ihre Märkte für Produkte aus dem Süden geöffnet oder Subventionen für die eigene Landwirtschaft substanziell abgebaut. Heute gelte in der Regel doch: die eigenen nicht-nachwachsenden Rohstoffe der Entwicklungsländer werden auf dem Weltmarkt zu niedrigen Preisen verkauft und damit der eigene Reichtum preisgegeben, während die Länder oftmals nicht in der Lage seien, sich selbst zu ernähren. Frau Grefe zitiert den nigerianischen Kirchenführer Tolbert Jallah mit den Worten: &#8220;Wir produzieren, was wir nicht essen. Wir essen, was wir nicht produzieren.&#8221;<br />
Solche Phänomene wie die Vielzahl an Hungerrevolten in vielen Ländern im Frühjahr 2008 ließen dann die Weltgemeinschaft aufhorchen und neue Maßnahmen geloben, während institutionalisiert im Hintergrund weiter alte, dysfunktionale Kräfte wirken. Freilich, auch die Regierungen der betroffenen Länder selbst seien oftmals in ihrer Korruption und Vernachlässigung der Probleme mitschuldig an der Misere. Nichtdestotrotz gelte es weiterhin, sich an die eigene Nase zu packen und jene Inkonsequenzen und Scheinheiligkeit zu vermeiden, die ständig zwischen Absichten und Wirklichkeit liegen.<br />
Dennoch äußert sich die Autorin leicht optimistisch zur Verlagerung von Kompetenzen auf das &#8220;Komitee für Ernährungssicherheit&#8221; (CFS) gemeinsam mit der beim G8-Treffen in LÁquila im Sommer 2009 gemeinsam mit einigen Schwellenländern gegründeten &#8220;Globalen Partnerschaft für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit&#8221;. Schließlich sei frischer Wind in der überkommenen, fantasielosen FAO längst überfällig. Fragt sich natürlich, was denn dann künftig anders laufen soll? Künftig schauten den politischen Vertretern auch mit am Tisch sitzende NGOs und Unternehmen auf die Finger, was zu einem mehr an Rechenschaft führen könnte. Rechenschaft ablegen müssten in Zukunft auch vor allem die Entwicklungsländer selbst, deren Eliten &#8220;nicht gerade zur Avantgarde im Kapf gegen den Hunger&#8221; zählten. Vor sechs Jahren hätten viele afrikanische Staaten versprochen, ein Zehntel ihres Haushalts in den Agrarsektor zu investieren, doch nur sieben  seien diesem Beschluss bislang nachgekommen.<br />
Schließlich geht die Autorin noch auf folgenden Punkt ein: Selbst bei allem guten Willen im Kampf gegen Unterernährung bleibt oftmals der Dissenz über die Wahl der richtigen Mittel. So versprächen sich die USA viel von  der &#8220;grünen Revolution&#8221; durch genverändertes Saatgut und Kunstdünger, was gegen den ganzheitlicheren Ansatz lokaler, individvueller Anbaukonzepte stünde, der vielleicht nicht so sehr als großer Masterplan realisiert werden kann, aber tiefer die Interessen der Bauern und der Natur berücksichtigt.<br />
Wie so häufig fällt es dem Menschen schwer sich aus monokausalen, zu theoretischen Modellen zu lösen, und vielmehr Unabwägbarkeiten, eine Vielzahl möglicher Handlungskonsequenzen berücksichtigend an die Sache heran zu gehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/11/heute-schon-gegessen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FAO und OECD legen Agrarausblick vor</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/06/fao-und-oecd-legen-agrarausblick-vor/</link>
		<comments>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/06/fao-und-oecd-legen-agrarausblick-vor/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 21:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Rüller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[FAO]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsmittelkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Welternährung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.entwicklungshilfe-blog.de/?p=229</guid>
		<description><![CDATA[FAO und OECD legen Agrarausblick vor 
Nahrungsmittel werden weltweit wieder teurer
Vor allem in vielen Entwicklungsländern könnten die Nahrungsmittelpreise einer Studie zufolge in den kommenden Jahren weiter steigen. Im Vergleich zu den Durchschnittspreisen von 1997 bis 2006 würden sich viele Lebensmittel verteuern, schreiben die Welternährungsorganisation FAO und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Agrarausblick 2009 bis 2018. So werde der Preis für Getreide in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich um zehn bis 20 Prozent und der für Pflanzenöle um mehr als 30 Prozent zunehmen. Preisstabil blieben dagegen Rind-, Schweine und Geflügelfleisch. Zwar hätten sich die Lebensmittelpreise von den Höchstständen Anfang 2008 entfernt, aber ein Rückgang auf die Durchschnittswerte sei nicht zu erwarten. FAO und OECD hielten zudem starke Preisschwankungen ähnlich denen von 2008 auch künftig für möglich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>FAO und OECD legen Agrarausblick vor</p>
<p>- Nahrungsmittel werden weltweit wieder teurer -</p>
<p>
Vor allem in vielen Entwicklungsl&auml;ndern k&ouml;nnten die Nahrungsmittelpreise einer Studie zufolge in den kommenden Jahren weiter steigen. Im Vergleich zu den Durchschnittspreisen von 1997 bis 2006 w&uuml;rden sich viele Lebensmittel verteuern, schreiben die Weltern&auml;hrungsorganisation FAO und die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Agrarausblick 2009 bis 2018. So werde der Preis f&uuml;r Getreide in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich um zehn bis 20 Prozent und der f&uuml;r Pflanzen&ouml;le um mehr als 30 Prozent zunehmen. Preisstabil blieben dagegen Rind-, Schweine und Gefl&uuml;gelfleisch. Zwar h&auml;tten sich die Lebensmittelpreise von den H&ouml;chstst&auml;nden Anfang 2008 entfernt, aber ein R&uuml;ckgang auf die Durchschnittswerte sei nicht zu erwarten. FAO und OECD hielten zudem starke Preisschwankungen &auml;hnlich denen von 2008 auch k&uuml;nftig f&uuml;r m&ouml;glich.<br />
Das Problem sind Zugang und Verteilung<br />
&quot;Auch wenn Agrarproduktion, Verbrauch und Handel in den Entwicklungsl&auml;ndern voraussichtlich zunehmen werden, sind Lebensmittelunsicherheit und Hunger ein zunehmendes Problem f&uuml;r die &Auml;rmsten der Welt&quot;, res&uuml;mieren die Organisationen. Das Problem sei weniger das Angebot an Lebensmitteln als viel mehr der Zugang beziehungsweise die Verteilung &ndash; denn: 75 Prozent der Menschen in den Entwicklungsl&auml;ndern lebten in l&auml;ndlichen Gebieten. </p>
<p>Entscheidend f&uuml;r die Lebensmittelpreise sei auch der Verlauf der globalen Wirtschaftskrise, hie&szlig; es weiter. Sollte die Weltwirtschaft sich innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre erholen, dann blieben die Lebensmittelpreise auf moderaten Niveau. Dauerte die Krise l&auml;nger, w&uuml;rden die Preise zwar fallen, aber viele Menschen h&auml;tten nicht das notwendige Einkommen, um Essen kaufen zu k&ouml;nnen. Auch k&ouml;nnte eine starke Nachfrage nach Biotreibstoffen die Preise f&uuml;r Getreide und Pflanzen&ouml;le erneut in die H&ouml;he schnellen lassen. Ebenso k&ouml;nnten unberechenbare Wetterereignisse die Lebensmittelm&auml;rkte ersch&uuml;ttern. Das starke Bev&ouml;lkerungswachstum und der wachsende Wohlstand in den Schwellenl&auml;ndern d&uuml;rfte nach Einsch&auml;tzung der Experten dort zu einem deutlich h&ouml;heren Wachstum des Nahrungsmittelverbrauchs f&uuml;hren als in den westlichen L&auml;ndern.<br />
Mehr Infrastruktur und internationale Hilfe gefordert<br />
Angesichts der Gefahren mahnen FAO und OECD eine effektivere Hilfe der internationalen Gemeinschaft an. Ebenso m&uuml;ssten Regierungen etwa durch den Ausbau von Infrastruktur die lokale Landwirtschaft f&ouml;rdern. Zudem m&uuml;ssten Agrarm&auml;rkte ge&ouml;ffnet und die wirtschaftliche Entwicklung in l&auml;ndlichen Gebieten vorangetrieben werden. Zur Nahrungsmittelsicherheit hie&szlig; es in dem Bericht, dass weltweit noch 1560 Millionen Hektar Land f&uuml;r den landwirtschaftliche Anbau zur Verf&uuml;gung st&uuml;nden, haupts&auml;chlich in Afrika s&uuml;dlich der Sahara sowie in Lateinamerika. Gegenw&auml;rtig werden weltweit 1,4 Milliarden Hektar Land f&uuml;r die Land- und die Forstwirtschaft genutzt.</p>
<p>Stand: 17.06.2009 14:15 Uhr</p>
<p>Eingef&uuml;gt aus: <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/lebensmittelpreise102.html">http://www.tagesschau.de/wirtschaft/lebensmittelpreise102.html</a>  <br />
&nbsp;</p>
<p>Die Zusammenfassung des (vollst&auml;ndig sehr langen und nur auf Englisch erh&auml;ltlichen) Berichts gibt&acute;s unter folgendem Link:<br />
<a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/lebensmittelpreise102.html">http://www.agri-outlook.org/dataoecd/4/62/43037630.pdf</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/06/fao-und-oecd-legen-agrarausblick-vor/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
