Beiträge des Themas Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik »
Der bedeutende ghanaische Wirtschaftswissenschaftler George Ayittey hat ausgerechnet, dass seit 1960 die Summe von sechs Marshallplänen nach Afrika gepumpt wurde- „ohne erkennbares Ergebnis.“ Ferner hat er daran erinnert, dass in den 60er Jahren sich Afrika nicht nur selbst ernähren, sondern auch noch Lebensmittel exportieren konnte. Heute vertreten viele afrikanische Regierungen nicht die Interessen ihrer Bürger. 2004 errechnete die Afrikanische Union, dass Korruption Afrika jährlich 148 Milliarden Dollar kostet. Hinzu kommt die Kapitalflucht aus Afrika mit etwa 22 Milliarden Dollar.
Während ein großer Teil der regierenden „Elite“ seit Jahren mit Härte …
Aktuell, Entwicklungspolitik »
“Die Weltgemeinschaft wollte die Zahl der Hungernden halbieren. Nun ist diese auf über eine Milliarde gestiegen. Dabei fehlt es nicht an Nahrungsmitteln.”
Entwicklungspolitik »
Volker Seitz, ehemaliger Botschafter und Autor des Buches “Afrika wird armregiert”, macht im folgenden Artikel deutlich, dass das eigentliche Problem afrikanischer Staaten die dortigen Regierungen sind. Ihre Landleute sind ihnen mehr oder weniger egal und so sehen sie auch in der Massenauswanderung, die man leider in vielen afrikanischen Staaten beobachten kann, kein Alarmzeichen.
“Es bringt nichts, um den heißen Brei herum zu reden. Die regierenden Eliten in den „afrikanischen Vampirstaaten“( so nennt sie der ghanaische Ökonom George Ayittey) haben in einem Land nach dem anderen die Wirtschaft und den Staat ruiniert. …
Allgemein, Entwicklungspolitik »
Der aufgeklärte deutsche Staatsbürger lebt in einem Dilemma: Einerseits ist es zu einem Gemeinplatz geworden, dass Entwicklungsarbeit auf der Südhalbkugel zu befürworten ist. Andererseits will man's dann doch nicht zu weit treiben: Immerhin finanzieren wir durch Entwicklungsgelder ausländische Konkurrenz.
Deshalb ließ der Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) per Bild-Zeitung verkünden: Indien und China sollen demnächst ihre Entwicklung ohne deutsche Gelder finanzieren. Klingt gut. Immerhin sind doch die Chinesen dieses Völkchen, das uns schlechtes Klima, unfaire Konkurrenz und Menschenrechtsverletzungen beschert. "Ach, wenn gute Politik so einfach wäre", antwortet daraufhin Petra Pinzler in einem …
Allgemein, Entwicklungspolitik »
Unseren Milchbauern geht es schlecht. Das wissen wir, auch ohne uns im Fernsehen anzuschauen, wie literweise Milch verschüttet wird, um auf den Preisverfall und die Bedrohung der eigenen Existenz aufmerksam zu machen. Wir wissen es und dennoch kümmert es uns recht wenig, wenn wir in einer der allgegenwärtigen Supermarktketten für wenige Cents Milch in unseren Einkaufswagen packen. Beim Gemüse- oder Fleischkauf macht sich der eine oder andere vielleicht schon eher Gedanken und entscheidet sich für die Bio-Variante. Aber wenn es um Milch geht?
Was hat unsere Milch nun mit Entwicklungspolitik zu …
Aktuell, Entwicklungspolitik »
Nach der Veröffentlichung des Koalitionsvertrages von CDU/CSU und FDP in der vergangenen Woche, hat die Kampagnen- und Lobbyorganisation ONE eine erste Analyse der Passagen zur Entwicklungszusammenarbeit vorgenommen.
ONE bewertet die Orientierung an den Millennium-Entwicklungszielen als durchaus positiv, wobei die Erreichung des 0,7%-Ziels (= jedes UNO-Land hat sich verpflichtet, bis maximal 2015 0,7% seines Bruttonationleinkommens in Entwicklungshilfe zu investieren; Anm. d. Red.) zeitlich nicht fixiert wird. Darüber hinaus soll die Effizienz und Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit gesteigert werden; einen Schwerpunkt wird die bilaterale Zusammenarbeit bilden.
Viel konkreter werden die Vorhaben der neuen Regierung …
Allgemein, Entwicklungspolitik »
In einem zu Beginn der Woche erschienen Positionspapier warfen Oxfam International und Health Action International der Europäischen Kommission vor, „die Geschäftsinteressen multinationaler Pharmaunternehmen über die Bedürfnisse der Menschen in Entwicklungsländern“ zu stellen. Die Autoren fordern gerechtere Patentrechte und einen verbesserten Zugang zu Medikamenten in Entwicklungsländern. Weiterhin fordern sie ein größeres Engagement seitens der EU und der Europäischen Kommission, um Innovation und die Erforschung von Krankheiten, die hauptsächlich in Entwicklungsländern vorkommen, zu fördern.
Der Zugang zu neuen und angepassten Medikamenten für die vorherrschenden Krankheiten sei in Entwicklungsländern aufgrund der hohen Preise eine …
Entwicklungspolitik »
Wasserknappheit ist eines der zentralen Probleme des 21. Jahrhunderts. Viele Fachleute gehen davon aus, dass schon bald Kriege um den Zugang zu Wasser geführt werden könnten. Die Politik muss Handeln, doch es passiert viel zu wenig.
Mal wieder sind es die Länder der 3. Welt, die von dem Handeln der Menschen im Westen am stärksten betroffen sind. Der Klimawandel schreitet voran, hauptsächlich verursacht vom Westen. Die Konsequenzen: Die Wüsten dehnen sich immer weiter aus, die Meerespiegel steigen an, viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, leiden unter Trinkwassermangel. Doch es ist nicht …
Entwicklungspolitik »
Finanzkrise und Rezession drohen vielen Menschen weltweit mit Kurzarbeit oder sogar der Kündigung. Auch bei den Deutschen bedeutet die aktuelle Lage oft weniger Geld in den Taschen und eine Einschränkung der Ausgaben. Wir haben gelernt, das (Rettungs)Schirme teurer sein können, als wir je zu geträumen gewagt hätten. Selbst der Staat verpflichtet sich ab 2015 zum "zwangs" Sparen per Grundgesetz. Da liegt es nahe bei Themen wie z. B. der Entwicklungshilfe zu streichen und das Geld "besser" selbst zu verwenden.
Warum auch sollten wir unser Geld verschenken? – Warum in Entwicklungshilfe investieren? …
Entwicklungspolitik »
FAO und OECD legen Agrarausblick vor
Nahrungsmittel werden weltweit wieder teurer
Vor allem in vielen Entwicklungsländern könnten die Nahrungsmittelpreise einer Studie zufolge in den kommenden Jahren weiter steigen. Im Vergleich zu den Durchschnittspreisen von 1997 bis 2006 würden sich viele Lebensmittel verteuern, schreiben die Welternährungsorganisation FAO und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Agrarausblick 2009 bis 2018. So werde der Preis für Getreide in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich um zehn bis 20 Prozent und der für Pflanzenöle um mehr als 30 Prozent zunehmen. Preisstabil blieben dagegen Rind-, Schweine und Geflügelfleisch. Zwar hätten sich die Lebensmittelpreise von den Höchstständen Anfang 2008 entfernt, aber ein Rückgang auf die Durchschnittswerte sei nicht zu erwarten. FAO und OECD hielten zudem starke Preisschwankungen ähnlich denen von 2008 auch künftig für möglich.






