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	<title>Entwicklungshilfe-Blog &#187; Entwicklungspolitik</title>
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		<title>Das Leben eines afrikanischen Kindes beginnt dann, wenn das Leben seiner Mutter endet</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2010/04/das-leben-eines-afrikanischen-kindes-beginnt-dann-wenn-das-leben-seiner-mutter-endet/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 08:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sina Scherer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[24.000 Kinder  werden diesen heutigen Tag nicht mehr miterleben können. So hoch ist die momentane, tägliche Kindersterblichkeit in den Entwicklungsländern. Meist sterben diese Kinder an den Folgen chronischer Unterernährung und an für Industrieländer harmlosen Krankheiten, die durch richtige und frühe medizinische Intervention gestoppt werden könnten.

Aber nicht nur viele Kinder müssen aufgrund mangelnder Nahrung ihr Leben lassen. Viele Mütter können das kurze Leben ihrer Kinder nicht miterleben. Das Sterben der Mütter und von Kleinkindern unter fünf Jahren sei eine stille, unbeachtete Katastrophe globalen Ausmaßes. In manchen Ländern sei die Müttersterblichkeit so hoch, dass sich Schwangere vor der Geburt von ihren Familien verabschieden müssten, laut Aussage von Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. Wesentliche Ursachen für Todesfälle von Kindern, wie Unterernährung, nicht vorhandene oder verschmutzte sanitäre Einrichtungen, verschmutztes Trinkwasser und mangelnde Hygiene würden nicht ausreichend subventioniert....

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des heutigen Weltgesundheitstages sollten wir einmal bedenken, wie gut es uns Industrielandbewohnern im Vergleich zu vielen Kindern geht, die täglich um ihr Leben kämpfen, weil sie nicht genügend Nahrung bekommen.</p>
<p>24.000 Kinder  werden diesen heutigen Tag nicht mehr miterleben können. So hoch ist die momentane, tägliche Kindersterblichkeit in den Entwicklungsländern. Meist sterben diese Kinder an den Folgen chronischer Unterernährung und an für Industrieländer harmlosen Krankheiten, die durch richtige und frühe medizinische Intervention gestoppt werden könnten.</p>
<p>Aber nicht nur viele Kinder müssen aufgrund mangelnder Nahrung ihr Leben lassen. Viele Mütter können das kurze Leben ihrer Kinder nicht miterleben. Das Sterben der Mütter und von Kleinkindern unter fünf Jahren sei eine stille, unbeachtete Katastrophe globalen Ausmaßes. In manchen Ländern sei die Müttersterblichkeit so hoch, dass sich Schwangere vor der Geburt von ihren Familien verabschieden müssten, laut Aussage von Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. Wesentliche Ursachen für Todesfälle von Kindern, wie Unterernährung, nicht vorhandene oder verschmutzte sanitäre Einrichtungen, verschmutztes Trinkwasser und mangelnde Hygiene würden nicht ausreichend subventioniert.</p>
<p>Anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages möchte Waffenschmidt, stellvertretend für die Kinderhilfsorganisation World Vision abermals betonen, dass in vielen Entwicklungsländern die Kinder bereits unterernährt zur Welt kämen, da ihre Mütter bis kurz vor der Geburt noch als Arbeiterinnen auf den Feldern tätig sein  müssten und davon selbst so geschwächt seien, dass sie die Geburt nicht überleben könnten.</p>
<p>Wo bleibt jedoch zumindest ein Teil der in den UN-Millenniumsentwicklungszielen von 190 Staats- und Regierungschefs festgelegten Maßnahmen zur Reduzierung der Kinder- und Müttersterblichkeit? In den vergangenen Jahren machte die Hilfe für die Kleinkind- und Müttergesundheit nur etwa 3% der gesamten Entwicklungshilfe aus.</p>
<p>Doch einige Lichtblicke gibt es bereits: Trotz geringer Ressourcen konnte in Liberia und Malawi bereits die Kindersterblichkeit erheblich gesenkt werden.</p>
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		<title>Niebels kritischer Besuch in Kambodscha</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2010/03/niebels-kritischer-besuch-in-kambodscha/</link>
		<comments>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2010/03/niebels-kritischer-besuch-in-kambodscha/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 00:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sina Scherer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrokredite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.entwicklungshilfe-blog.de/?p=828</guid>
		<description><![CDATA[Kambodscha- Fünf Monate nach Amtsantritt hat Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel sich zur Vertragsunterzeichnung über 19  Millionen Euro der Kreditanstalt für Wiederaufbau mit dem stellvertretenden kambodschanischen Premierminister des Landes,Keat Chhondas, in Kambodscha eingefunden.

Die genannte Summe solle dem kambodschanischen Gesundheitssystem und dem Ausbau der Infrastruktur zugute kommen.  Dass Niebel diesen Regierungsbesuch sehr kritisch gesehen habe, sei laut Aussagen der Badischen Zeitung, deutlich ersichtlich gewesen. Kambodscha sei zwar auf dem Weg zur Demokratie, werde aber hauptsächlich noch von Korruption, Unterdrückung sowohl der Pressefreiheit als auch oppositionaler Bewegungen dominiert.Dennoch sei es fragwürdig, warum Niebel nicht mit gleicher Inbrust die kurz zuvor besuchte komunistische Regierung Vietnams kritisierte.  Eigene deutsche Wirtschaftsinteressen könnten die Ursache für den milderen Umgang mit der vietnamesischen Regierung sein.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kambodscha- Fünf Monate nach Amtsantritt hat Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel sich zur Vertragsunterzeichnung über 19  Millionen Euro der Kreditanstalt für Wiederaufbau mit dem stellvertretenden kambodschanischen Premierminister des Landes,Keat Chhondas, in Kambodscha eingefunden.</p>
<p>Die genannte Summe solle dem kambodschanischen Gesundheitssystem und dem Ausbau der Infrastruktur zugute kommen.  Dass Niebel diesen Regierungsbesuch sehr kritisch gesehen habe, sei laut Aussagen der Badischen Zeitung, deutlich ersichtlich gewesen. Kambodscha sei zwar auf dem Weg zur Demokratie, werde aber hauptsächlich noch von Korruption, Unterdrückung sowohl der Pressefreiheit als auch oppositionaler Bewegungen dominiert.Dennoch sei es fragwürdig, warum Niebel nicht mit gleicher Inbrust die kurz zuvor besuchte komunistische Regierung Vietnams kritisierte.  Eigene deutsche Wirtschaftsinteressen könnten die Ursache für den milderen Umgang mit der vietnamesischen Regierung sein.</p>
<p>Der Neuling im Amt müsse sich noch langsam lernen zurechtzufinden, so die Badische Zeitung. Spätestens bis Ende Herbst könnte jedoch  ein Vertrag über die Strukturreform der deutschen Entwicklungshilfe unterzeichnet werden.</p>
<p> </p>
<p>Ganzer Artikel:</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutschland leistet zu niedrige Entwicklungshilfezahlungen</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2010/02/deutschland-leistet-zu-niedrige-entwicklungshilfezahlungen/</link>
		<comments>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2010/02/deutschland-leistet-zu-niedrige-entwicklungshilfezahlungen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 21:37:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sina Scherer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.entwicklungshilfe-blog.de/?p=780</guid>
		<description><![CDATA[Trotz der vor 5 Jahren auf dem G-8 Entwicklungsgipfel im schottischen Gleneagles zugesicherter Entwicklungshilfezahlungen, werden einige Geldgeberlaender, darunter auch Deutschland 21 Milliarden Dollar weniger an Entwicklungshilfe in Afrika investieren koennen.
 Nach Angaben der OECD- Staaten, die fuer die Demokratisierung und die wirtschaftliche Gleichverteilung weltweit zustaendig sind, haben die sieben fuehrenden Industrienationen und Russland  auf dem G-8 Entwicklungsgipfel 2005 eine Verdopplung der Entwicklungsgelder zugesichert, die sie nicht einhalten koennen. Praktisch gesehen, koennen von den in Gleaneagles beschlossenen 25 Millionen nur 12 Millionen Dollar in den Aufbau Afrikas investiert werden.
Mit den insgesamt fehlenden  21 Milliarden Dollar ließen sich der Schulbesuch aller bisher von Bildung ausgeschlossener Kinder finanzieren. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz der vor 5 Jahren auf dem G-8 Entwicklungsgipfel im schottischen Gleneagles zugesicherter Entwicklungshilfezahlungen, werden einige Geldgeberlaender, darunter auch Deutschland 21 Milliarden Dollar weniger an Entwicklungshilfe in Afrika investieren koennen.</p>
<p> Nach Angaben der OECD- Staaten, die fuer die Demokratisierung und die wirtschaftliche Gleichverteilung weltweit zustaendig sind, haben die sieben fuehrenden Industrienationen und Russland  auf dem G-8 Entwicklungsgipfel 2005 eine Verdopplung der Entwicklungsgelder zugesichert, die sie nicht einhalten koennen. Praktisch gesehen, koennen von den in Gleaneagles beschlossenen 25 Millionen nur 12 Millionen Dollar in den Aufbau Afrikas investiert werden.</p>
<p>Mit den insgesamt fehlenden  21 Milliarden Dollar ließen sich der Schulbesuch aller bisher von Bildung ausgeschlossener Kinder finanzieren.</p>
<p>Besonders Deutschland ist im Zuge dieser fehlenden Unterstuetzung in die Kritik geraten. Anstatt der jaehrlich vorgesehenen Investition von 0,51 Prozent des Brutto- Inlands-Produktes, liegt Deutschland in diesem Jahr durch die Finanzkrise und den innerpolitischen Haushaltsentwurf  nur bei einer Entwicklungszahlung von 0,4 Prozent des BIPs. Kritiker befuerchten, dass Deutschland auch in den kommenden Jahren die fuer 2015 angesetzten 0,71 Prozent nicht erfuellen koennen wird.  Aber nicht nur der deutschen Politik wird mangeldes Engagement zugeschrieben, auch Frankreich, Italien, Österreich und Portugal sowie das völlig überschuldete Griechenland halten der OECD zufolge ihre Zusagen nicht ein.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Keep the Promise&#8221;</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2010/02/keep-the-promise/</link>
		<comments>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2010/02/keep-the-promise/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 12:59:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juliane Wernhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrokredite]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 2000 haben sich 191 Regierungen für die Bekämpfung der acht größten Probleme in den Entwicklungsländern ausgesprochen. Bis 2015, so hieß es damals, soll unter anderem  die Ausbreitung von AIDS gestoppt sein und jedes Kind soll Zugang zur primären Schulausbildung haben. Diese sind zwei Unterpunkte der acht Milleniumsziele oder auch MDGs (Millenium Developing Goals).
In diesem Zusammenhang gibt es nun auf Youtube acht Kurzfilme von acht namenhaften Regisseuren aus aller Welt zu sehen- jeder thematisiert ein MDG. Auch der deutsche Regisseur Wim Wenders hat bei dem Projekt Film 8 mitgewirkt. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2000 haben sich 191 Regierungen für die Bekämpfung der acht größten Probleme in den Entwicklungsländern ausgesprochen. Bis 2015, so hieß es damals, soll unter anderem  die Ausbreitung von AIDS gestoppt sein und jedes Kind soll Zugang zur primären Schulausbildung haben. Diese sind zwei Unterpunkte der acht Milleniumsziele oder auch MDGs (Millenium Developing Goals).</p>
<p>In diesem Zusammenhang gibt es nun auf Youtube acht Kurzfilme von acht namenhaften Regisseuren aus aller Welt zu sehen- jeder thematisiert ein MDG. Auch der deutsche Regisseur Wim Wenders hat bei dem Projekt Film 8 mitgewirkt. Sein Beitrag behandelt das Ziel des Aufbaus einer globalen Partnerschaft für Entwicklung. Der Kurzfilm spielt in einer Nachrichtenredaktion im Jahr 2007 zu dem Zeitpunkt als der G8- Gipfel in Heiligendamm stattfand- genau zur Halbzeit der Milleniumsziele.</p>
<p>Thematisiert werden die Entstehung und das Prinzip der Mikrokreditvergabe, unter anderem von Mohammed Yunus persönlich.  Darüber hinaus macht der Film jedoch vor allem auf bewegende Art und Weise deutlich, wie die Medien viele Informationen über Entwicklungsländer so aufbereiten, dass sie mit den gefestigten Ansichten der Industriestaaten über die Menschen und die Lage dort übereinstimmen und dabei außer Acht gelassen wird, die Betroffen selber zu Wort kommen zu lassen um ein echtes Bild von der Situation zu erhalten. Diese Perspektive ermöglicht in dem Film einen ganz neuen Eindruck- und bewirkt möglicherweise beim einen oder anderen Zuschauer einen kleinen Aha Moment.</p>
<p>Ein wirklich gelungenes Projekt, nicht nur den Informationsgehalt, sondern auch die Machart betreffend! Speziell dieser Beitrag, aber auch die anderen Kurzfilme sind absolut empfehlenswert.</p>
<p>Zu sehen auf: <a href="http://www.letempspresse.org">http://www.youtube.com/letempspresse</a></p>
<p>Weitere Informationen: <a href="http://www.letempspresse.org/">http://www.letempspresse.org</a></p>
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		<title>Umdenken in der globalen Wirtschaft gefordert</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2010/01/umdenken-in-der-globalen-wirtschaft-gefordert/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 19:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabrina Meyfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[In den vergangenen Monaten hat der ecuadorianische Wirtschaftswissenschaftler Alberto Acosta (61) eine neue Wertedebatte angestoßen, in der erstmals dem Regenwald und den andinen Ureinwohnern ein besonderer Stellenwert beigemessen wird. Generell fordert der ehemalige Energieminister ein neues Denken in der Wirtschaft.
Acosta, der in Köln studiert hat und Attaché an der Botschaft in Bonn war, hat das Leben in einem der reichsten und einem der ärmsten Länder der Erde kennen gelernt. Vor allem weiß er aber um die unterschiedlichen Vorstellungen von Glück: Während im Kapitalismus die Anhäufung von Gütern zu einem guten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen Monaten hat der ecuadorianische Wirtschaftswissenschaftler Alberto Acosta (61) eine neue Wertedebatte angestoßen, in der erstmals dem Regenwald und den andinen Ureinwohnern ein besonderer Stellenwert beigemessen wird. Generell fordert der ehemalige Energieminister ein neues Denken in der Wirtschaft.</p>
<p>Acosta, der in Köln studiert hat und Attaché an der Botschaft in Bonn war, hat das Leben in einem der reichsten und einem der ärmsten Länder der Erde kennen gelernt. Vor allem weiß er aber um die unterschiedlichen Vorstellungen von Glück: Während im Kapitalismus die Anhäufung von Gütern zu einem guten Leben gehört, bedeutet Glück in andinen Völkern vor allem die Harmonie von Mensch und Natur.</p>
<p>Diese Einstellung der andinen Bevölkerungsgruppen erschwert auch die (nachhaltige) Entwicklungszusammenarbeit vor Ort, da die im Westen übliche Assoziation von technischem Fortschritt als etwas Positivem im Regenwald wenig Akzeptanz findet. Die Indigenen scheuen sich nicht, ihre Skepsis zu äußern und eine Zusammenarbeit zu verweigern &#8211; auch dazu hat Acosta maßgeblich beigetragen. Durch seine Lehren hat er das Selbstbewusstsein der indigenen Bevölkerung gestärkt.<br />
Mit dem Begriff des ‚Extraktivismus’ beschreibt Acosta die Abhängigkeit von Bodenschätzen als Kernproblem vieler armer Länder. Seine zentrale These besagt, dass Lateinamerika so arm ist, weil es so reich ist. Gerade Bodenschätze machen es seiner Meinung nach einigen Wenigen sehr leicht, sich auf Kosten der restlichen, armen Bevölkerung zu bereichern. Ebenso verteilt sich auch der globale Wohlstand: Wenigen reichen Staaten stehen zahlreiche arme entgegen. Damit erstere in teils maßlosem Wohlstand leben können, müssen Milliarden anderer hungern.</p>
<p>Acosta fordert, Wirtschaft neu und ethischer zu denken, die Lebensqualität aller Bevölkerungsgruppen stärker zu berücksichtigen und in Intelligenz zu investieren. So könne auch eine Ausbeutung der Bodenschätze in armen Ländern verhindert und gleichzeitig, in Ecuador etwa, der Regenwald geschützt werden.</p>
<p><em>Alberto Acosta ist ein ehemaliges Mitglied der Regierung Correa und initiierte 2007 mit dem jetzigen Präsidenten die Bewegung ‚acuerdo país’. Diese beteiligte erstmals alle Bevölkerungsgruppen des Landes am politischen Prozess. </em></p>
<p>Link zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung (auf scribd): <a href="http://www.scribd.com/doc/25171689/acosta-articulo-Suddeutsche-Zeitung">http://www.scribd.com/doc/25171689/acosta-articulo-Suddeutsche-Zeitung </a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fairtrade: Im Supermarkt ein Zeichen setzen</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/12/entwicklungshilfe-im-supermarkt/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 17:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ich stehe vor dem Marmeladenregal. Nehme ich die Orangenmarmelade mit dem Bio-Siegel? Oder greife ich zur billigen Variante? Im Regal schräg gegenüber konkurriert Waschpulver XY mit einem „ökologisch besonders verträglichen“ Waschpulver und  zwei Gänge weiter  erklärt das Olivenöl voller Stolz Testsieger bei „Stiftung Warentest“ zu sein. Vor lauter Siegeln und solchen, die es vorgeben zu sein, weiß der Verbraucher kaum noch, auf welche Angaben er sich denn nun verlassen kann. Irgendwo im Siegel-Dschungel versteckt sich auch das blau-grüne Fairtrade-Siegel, je nach Interpretation ein Papageienkopf, ein Elefant zwischen Wiese und Wasserstelle ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-746" src="http://www.entwicklungshilfe-blog.de/wp-content/uploads/2009/12/fair_trade-255x300.png" alt="fair_trade" width="133" height="157" /></p>
<p>Ich stehe vor dem Marmeladenregal. Nehme ich die Orangenmarmelade mit dem Bio-Siegel? Oder greife ich zur billigen Variante? Im Regal schräg gegenüber konkurriert Waschpulver XY mit einem „ökologisch besonders verträglichen“ Waschpulver und  zwei Gänge weiter  erklärt das Olivenöl voller Stolz Testsieger bei „Stiftung Warentest“ zu sein. Vor lauter Siegeln und solchen, die es vorgeben zu sein, weiß der Verbraucher kaum noch, auf welche Angaben er sich denn nun verlassen kann. Irgendwo im Siegel-Dschungel versteckt sich auch das blau-grüne Fairtrade-Siegel, je nach Interpretation ein Papageienkopf, ein Elefant zwischen Wiese und Wasserstelle oder aber auch eine künstlerische Abwandlung des Ying und Yang-Symbols.<br />
Was auch immer der jeweilige Betrachter in dem Siegel entdeckt, viel wichtiger ist doch die Frage, was sich hinter diesem Siegel verbirgt. Das seit 2001 international einheitliche Siegel wird in Deutschland von TransFair e.V. vergeben. TransFair wiederum unterliegt dem 1997 gegründeten Dachverband „Fairtrade Labelling Organizations International“ (FLO), der als weltweit größter Sozialzertifizierer dafür Sorge trägt, dass Produkte mit dem Fairtrade-Siegel den festgelegten Standards entsprechen. Und wie sehen diese Standards aus?<br />
Die wichtigsten Kriterien bestehen in der direkten Verbindung von Produzenten und Importeuren, das heißt einer Zusammenarbeit ohne Zwischenhändler, und einem  festen Mindestpreis. Dieser Mindestpreis wird  unabhängig von den Preisschwankungen auf dem Weltmarkt gezahlt und soll über die reinen Produktionskosten hinaus auch die Lebenshaltungskosten der Kleinbauern und seiner Arbeiter decken. Darüber hinaus wird dem Produzenten eine Prämie gezahlt, über deren Verwendung dieser in einer demokratisch geführten Abstimmung mit einer Vertretung seiner Arbeiter entscheiden kann. So kann von dieser Prämie ein höherer Lohn gezahlt werden, eine kaputte Maschine repariert oder aber auch in den Bau eines neuen Krankenhauses in der Gemeinde investiert werden.<br />
Zertifiziert und kontrolliert werden die Standards durch FLO-CERT, eine eigenständig organisierte GmbH, die mit einem nach eigenen Angaben „unabhängigen, transparenten und weltweit konsistenten System“ die Anforderungen der weltweit anerkannten Akkreditierungsnorm DIN ISO Norm 65 erfüllt.<br />
Im Zuge des Klimawandels stellen kritische Stimmen immer wieder die Frage, inwiefern Fairtrade und klimafreundliches Handeln miteinander vereinbart werden können. Sollten wir nicht eher auf regionale Produkte zurückgreifen anstatt Bananen und Tee vom anderen Ende der Welt zu beziehen? TransFair verneint und gibt an, dass Klimaschutz nicht auf Kosten der Armutsbekämpfung gehen dürfe.  Auf der Internetseite bezieht der Verein ausführlich Stellung zu häufigen Fragen rund um den Klimawandel  (http://www.transfair.org/ueber-transfair/faq.html).<br />
Verabschieden wir uns kurz aus dem Supermarkt und werfen einen Blick nach Nicaragua. Hier übernimmt die Organisation SOPPEXCA die Vermarktung des Kaffees ihrer Mitglieder. Den Kleinbauern bleibt nicht nur die Abhängigkeit von Zwischenhändlern erspart, sie haben zusätzlich die Möglichkeit, wenn notwendig Kredite über SOPPEXCA zu beziehen und in verschiedenen Gremien bei Entscheidungen mitzubestimmen. Die von SOPPEXCA angebotenen Weiterbildungskurse konzentrieren sich insbesondere auf eine ökologische Ausrichtung der Landwirtschaft. So werden in dem Dorf Santa Rosa auf den Plantagen Pflanzengifte im Kampf gegen Ratten ausprobiert und Guave-Bäume werden als Schattenspender für die Kaffeesträucher getestet. Um das Wissen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben wurde eine Mädchengruppe gegründet, die mit den Möglichkeiten ökologischer Landwirtschaft vertraut gemacht werden soll.  14 der insgesamt 91 Hektar, die 2001 mit neuen Kaffeesträuchern bepflanzt wurden, sind allein den Frauen vorbehalten, parallel wird Bildungsarbeit geleistet. Und ja, der seit 2004 von SOPPEXCA exportierte Biokaffee trägt das Fairtrade-Siegel.<br />
Zurück im Supermarkt sollten wir uns an Nicaragua erinnern. Und an den blau-grünen Papageienkopf. Oder eben den Elefanten. Der Griff zum Fairtrade-Kaffee ist Entwicklungszusammenarbeit im Kleinen. Und zwar eine, die jeder leisten kann. Jeden Tag.</p>
<p>Weitere Informationen: www.transfair.org , http://www.bmz.de/de/themen/wirtschaft/fairer_handel/index.html<br />
Eine ausführliche Broschüre gibt’s als Download unter http://www.fair-feels-good.de/fairer-handel.php/cat/24/title/Materialien<br />
Nicht alle sind begeistert. Kritische Einwände findet ihr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Fairer_Handel</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Adventskalender- 18. Dezember</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/12/adventskalender-18-dezember/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 07:55:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juliane Wernhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach Angaben des Migration and Remittance Factbook leben rund 16 Millionen Afrikaner außerhalb ihres Geburtslandes. Die größte Konzentration an afrikanischen Immigranten findet sich in Nordamerika und Europa.  Wurde der Begriff der Diaspora bis vor zwanzig Jahren noch mit Zerstreuung einer ethnisch oder religiös zusammengehörigen Gruppe (zum Beispiel durch Versklavung oder Vertreibung) verbunden, nimmt die „neue afrikanische Diaspora“ heute  eine ganz andere Rolle ein.
Kennzeichen einer Diaspora ist  das Streben danach, die enge Verbindung zu ihrem Herkunftsland aufrecht zu erhalten. Neben direktem Kontakt zu Angehörigen spielen dabei die sogenannten Rücküberweisungen („remittances“) eine ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Angaben des <em>Migration and Remittance Factbook</em> leben rund 16 Millionen Afrikaner außerhalb ihres Geburtslandes. Die größte Konzentration an afrikanischen Immigranten findet sich in Nordamerika und Europa.  Wurde der Begriff der Diaspora bis vor zwanzig Jahren noch mit Zerstreuung einer ethnisch oder religiös zusammengehörigen Gruppe (zum Beispiel durch Versklavung oder Vertreibung) verbunden, nimmt die „neue afrikanische Diaspora“ heute  eine ganz andere Rolle ein.</p>
<p>Kennzeichen einer Diaspora ist  das Streben danach, die enge Verbindung zu ihrem Herkunftsland aufrecht zu erhalten. Neben direktem Kontakt zu Angehörigen spielen dabei die sogenannten Rücküberweisungen („remittances“) eine immer größere Rolle.</p>
<p>Die Summe der offiziell dokumentierten remittances, die nach Afrika gingen, betrug 2007 über zwölf Mrd. US-Dollar -der tatsächliche Betrag ist nach Schätzungen von Experten um einiges höher und übertrifft in manchen Ländern sogar die Entwicklungshilfegelder.</p>
<p>Großer Vorteil dieser  Überweisungen ist, dass sie direkt an die privaten Haushalte gehen und somit, im Gegensatz zu manchen Entwicklungshilfeleistungen, umgehend dort ankommen wo sie wirklich gebraucht werden. Dadurch tragen die remittances immer öfter und immer mehr zum Bruttonationaleinkommen afrikanischer Länder südlich der Sahara bei.</p>
<p>Trotz der Möglichkeit, diesen Einfluss zu missbrauchen und anderer potentieller Nachteile, die diese Bewegung mit sich zieht, wird das darin liegende positive Potential von vielen Seiten erkannt und gefördert. Einige Länder unterstützen ihre im Ausland lebenden Staatsbürger wirtschaftlich, die Afrikanische Union erklärte die Diaspora sogar zu ihrer sechsten Region.</p>
<p>Da die Summe der überwiesenen Beträge in den letzten Jahren stark angestiegen ist  spricht einiges dafür, dass die Diaspora in nächster Zeit zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Der tatsächliche Verlauf bleibt abzuwarten.</p>
<p>Quelle: Informationen zur politischen Bildung Nr. 303/2009</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung ist aufgerufen, den Stopp der geplanten Massenverstümmelung an Mädchen in Kenia zu fordern</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/12/bundesregierung-ist-aufgerufen-den-stopp-der-geplanten-massenverstummelung-an-madchen-in-kenia-zu-fordern/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olympe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Genitalverstümme]]></category>
		<category><![CDATA[Genitalverstümmelung]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Schutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Hamburg, den 14. Dezember 2009. Wie am vergangenen Wochenende bekannt wurde, sollen noch in diesem Monat etwa 350 Mädchen im North Rift Valley/Kenia der Verstümmelung ihrer Genitalien unterzogen werden.
Nach Angaben von Anti-FGM-Gruppen wurden bereits 140 minderjährige Mädchen im West Pokot District in der letzten Woche Opfer der Verstümmelungen.
Die kenianische Regierung duldet die Verstümmelungen bislang stillschweigend und greift nicht ein, obwohl Genitalverstümmelungen seit 2001 offiziell verboten sind. Die Regierung handelt damit nicht nur gegen das eigene Gesetz, sondern auch gegen die UN-Kinderrechtskonvention, die sie bereits 1990 ratifiziert hat.
Laut Bundesregierung folgt die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hamburg, den 14. Dezember 2009. Wie am vergangenen Wochenende bekannt wurde, sollen noch in diesem Monat etwa 350 Mädchen im North Rift Valley/Kenia der Verstümmelung ihrer Genitalien unterzogen werden.</p>
<div id="attachment_681" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-681" src="http://www.entwicklungshilfe-blog.de/wp-content/uploads/2009/12/iStock_Maasai-300x216.jpg" alt="350 Mädchen sollen in North Rift/Kenia der Genitalverstümmelung unterzogen weredn" width="300" height="216" /><p class="wp-caption-text">350 Mädchen sollen in North Rift/Kenia der Genitalverstümmelung unterzogen weredn</p></div>
<p>Nach Angaben von Anti-FGM-Gruppen wurden bereits 140 minderjährige Mädchen im West Pokot District in der letzten Woche Opfer der Verstümmelungen.</p>
<p>Die kenianische Regierung duldet die Verstümmelungen bislang stillschweigend und greift nicht ein, obwohl Genitalverstümmelungen seit 2001 offiziell verboten sind. Die Regierung handelt damit nicht nur gegen das eigene Gesetz, sondern auch gegen die UN-Kinderrechtskonvention, die sie bereits 1990 ratifiziert hat.</p>
<p>Laut Bundesregierung folgt die deutsche Menschenrechtspolitik in den internationalen Beziehungen einer konkreten Verpflichtung: Menschen vor Verletzungen ihrer Rechte und Grundfreiheiten zu schützen. Entwicklungsminister Dirk Niebel hat erst im November bekräftigt, es dürfe gegenüber Menschenrechtsverletzungen wie Genitalverstümmelungen „keinerlei Toleranz“ geben.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ruft das Bündnis zum Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung die Bundesregierung auf, von der kenianischen Regierung die konsequente Verhinderung der im Dezember bevorstehenden Massenverstümmelung im North Rift Valley zu fordern.</p>
<p><strong>Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie sich für den Schutz der Mädchen einsetzt, der ihnen bislang versagt wird!</strong></p>
<p>Wir erinnern daran, dass Kenia allein 2008 knapp 60 Mio. EUR staatliche Entwicklungshilfe erhalten hat, finanziert durch die deutschen SteuerzahlerInnen.</p>
<p>Die Einhaltung der Menschenrechte als Grundbedingung und „keinerlei Toleranz“ gegenüber Genitalverstümmelungen für die Empfänger-Regierungen muss offensichtlich noch stärker als bisher betont werden.</p>
<p>Kontakt: Simone Schwarz , Tel. 0341 / 33 107 96, <a href="mailto:simone.schwarz@verein-tabu.de">simone.schwarz@verein-tabu.de</a></p>
<p>Bündnis zum Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung:  Akifra e.V., Giordano Bruno Stiftung, Human Rights Services Oslo/Norwegen, Lobby für Menschenrechte e.V., Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft, TABU e.V., TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung und WADI e.V.</p>
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		<title>Mission 2015</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/12/mission-2015/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 11:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabrina Meyfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[MDGs]]></category>
		<category><![CDATA[Millenniumsziele]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; heute möchte ich auf einen Beitrag des ZDF hinweisen, der anhand von fünf Beispielländern exemplarisch fragt, wie der Stand der Umsetzung der UN-Millenniumsziele heute ist.  &#8216;Mission 2015&#8242; ist eine 45-minütige Reportage, die neben den Chancen der verabschiedeten Ziele, vor allem die Hindernisse und Grenzen in der konkreten Realisierung aufzeigt.
Link zur Reportage
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; heute möchte ich auf einen Beitrag des ZDF hinweisen, der anhand von fünf Beispielländern exemplarisch fragt, wie der Stand der Umsetzung der UN-Millenniumsziele heute ist.  &#8216;Mission 2015&#8242; ist eine 45-minütige Reportage, die neben den Chancen der verabschiedeten Ziele, vor allem die Hindernisse und Grenzen in der konkreten Realisierung aufzeigt.</p>
<p><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/867762/Mission-2015-Gegen-Hunger-und-Armut#/beitrag/video/867762/Mission-2015-Gege">Link zur Reportage</a></p>
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		<title>Hunger? Hunger!</title>
		<link>http://www.entwicklungshilfe-blog.de/2009/11/hunger-hunger-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 10:42:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Armbruster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Südasien]]></category>
		<category><![CDATA[Welternährungsgipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Welthungerhilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Milliarde hungernder Menschen weltweit &#8211; und die Weltgemeinschaft beendet den Welternährungsgipfel in Rom ohne konkrete Ergebnisse. Dazu kommt, dass viele Staatschefs westlicher Industrienationen mit Abwesenheit glänzten. Dabei sollte die Bekämpfung des weltweiten Hungers Priorität haben. Rund ein Sechstel aller Menschen leiden an Unterernährung und müssen hungern – das sind eine Milliarde Menschen zu viel.
Seit zehn Jahren steigt diese Zahl wieder an, nachdem es von Beginn der 80er Jahre bis Mitte der 90er Jahre gelungen ist, die Anzahl hungernder Menschen kontinuierlich zu reduzieren. Jacques Diouf, Generaldirektor der UN Ernährungs- und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Milliarde hungernder Menschen weltweit &#8211; und die Weltgemeinschaft beendet den Welternährungsgipfel in Rom ohne konkrete Ergebnisse. Dazu kommt, dass viele Staatschefs westlicher Industrienationen mit Abwesenheit glänzten. Dabei sollte die Bekämpfung des weltweiten Hungers Priorität haben. Rund ein Sechstel aller Menschen leiden an Unterernährung und müssen hungern – das sind eine Milliarde Menschen zu viel.<br />
Seit zehn Jahren steigt diese Zahl wieder an, nachdem es von Beginn der 80er Jahre bis Mitte der 90er Jahre gelungen ist, die Anzahl hungernder Menschen kontinuierlich zu reduzieren. Jacques Diouf, Generaldirektor der UN Ernährungs- und Landwirtschaftsdirektion (FAO ), sieht die stille Hungerkrise als ein ernsthaftes Risiko für den Weltfrieden und die Sicherheit. Die Situation der hungernden Menschen entwickelt sich jedoch regional stark unterschiedlich. Vor allem afrikanische Länder südlich der Sahara und Südasien sind extrem betroffen. Im Bericht „Welthunger-Index -  Herausforderung Hunger: Wie die Finanzkrise den Hunger verschärft und warum es auf die Frauen ankommt“ der Welthungerhilfe wird das deutlich. Die Verschlechterung der  Lage in diesen Regionen hat unterschiedliche Ursachen. In Südasien spielt vor allem der Ernährungs- Bildungs- und Sozialstatus von Frauen eine große Rolle. In den betroffenen afrikanischen Staaten, wie z.B. dem Kongo, ist die hohe Anzahl hungernder Menschen in schlechter Regierungsführung, in Kriegen, Konflikten, politischer Instabilität und hohen HIV/AIDS-Raten begründet.<br />
Der Welthungerhilfe zufolge ist der durch die Rezession ausgelöste Anstieg des Hungers das Symptom eines tieferliegenden Problems: die Ausgrenzung und Entmachtung der Ärmsten. Diese Meinung teilt auch Michael Windfuhr, der den Welternährungsgipfel in Rom für „Brot für die Welt“ beobachtet hat. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung macht er deutlich, dass Hunger dadurch entsteht, dass sowohl die betroffenen Länder als auch die Weltgemeinschaft keine Investitionen in benachteiligte, landwirtschaftlich wenig interessante Regionen tätigt. Somit wird verhindert, dass die Menschen in diesen Regionen sich selbst ernähren können. Windfuhr fordert, dass sowohl die Industriestaaten als auch die Entwicklungsländer ihren Agrar-Etat wieder aufstocken müssen.<br />
Neben all diesen negativen Meldungen gibt es aber auch positive Trends in diesem Bereich. So ging der Hunger in den letzten zehn Jahren in einigen Ländern auch stark zurück. Darunter sind: Brasilien, Vietnam, Saudi-Arabien, Mexiko oder Nicaragua.<br />
Eine Verbesserung der „Hungerlage“ ist also möglich und muss oberstes Ziel bleiben. Es kann nicht sein, dass die Finanzkrise, die von Industrienationen verursacht wurde zu Lasten der ohnehin schon schlechtgestellten und hungerleidenden Bevölkerungsgruppen einiger Entwicklungsländer fällt.<br />
Den aktuellen Bericht der Welthungerhilfe zum Welthunger-Index findet man unter:  http://www.welthungerhilfe.de/hunger_spezial.html</p>
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