Beiträge des Themas Entwicklungspolitik
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Trotz der vor 5 Jahren auf dem G-8 Entwicklungsgipfel im schottischen Gleneagles zugesicherter Entwicklungshilfezahlungen, werden einige Geldgeberlaender, darunter auch Deutschland 21 Milliarden Dollar weniger an Entwicklungshilfe in Afrika investieren koennen.
Nach Angaben der OECD- Staaten, die fuer die Demokratisierung und die wirtschaftliche Gleichverteilung weltweit zustaendig sind, haben die sieben fuehrenden Industrienationen und Russland auf dem G-8 Entwicklungsgipfel 2005 eine Verdopplung der Entwicklungsgelder zugesichert, die sie nicht einhalten koennen. Praktisch gesehen, koennen von den in Gleaneagles beschlossenen 25 Millionen nur 12 Millionen Dollar in den Aufbau Afrikas investiert werden.
Mit den insgesamt fehlenden 21 Milliarden Dollar ließen sich der Schulbesuch aller bisher von Bildung ausgeschlossener Kinder finanzieren.
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Im Jahr 2000 haben sich 191 Regierungen für die Bekämpfung der acht größten Probleme in den Entwicklungsländern ausgesprochen. Bis 2015, so hieß es damals, soll unter anderem die Ausbreitung von AIDS gestoppt sein und jedes Kind soll Zugang zur primären Schulausbildung haben. Diese sind zwei Unterpunkte der acht Milleniumsziele oder auch MDGs (Millenium Developing Goals).
In diesem Zusammenhang gibt es nun auf Youtube acht Kurzfilme von acht namenhaften Regisseuren aus aller Welt zu sehen- jeder thematisiert ein MDG. Auch der deutsche Regisseur Wim Wenders hat bei dem Projekt Film 8 mitgewirkt. …
Aktuell, Entwicklungspolitik »
In den vergangenen Monaten hat der ecuadorianische Wirtschaftswissenschaftler Alberto Acosta (61) eine neue Wertedebatte angestoßen, in der erstmals dem Regenwald und den andinen Ureinwohnern ein besonderer Stellenwert beigemessen wird. Generell fordert der ehemalige Energieminister ein neues Denken in der Wirtschaft.
Acosta, der in Köln studiert hat und Attaché an der Botschaft in Bonn war, hat das Leben in einem der reichsten und einem der ärmsten Länder der Erde kennen gelernt. Vor allem weiß er aber um die unterschiedlichen Vorstellungen von Glück: Während im Kapitalismus die Anhäufung von Gütern zu einem guten …
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Ich stehe vor dem Marmeladenregal. Nehme ich die Orangenmarmelade mit dem Bio-Siegel? Oder greife ich zur billigen Variante? Im Regal schräg gegenüber konkurriert Waschpulver XY mit einem „ökologisch besonders verträglichen“ Waschpulver und zwei Gänge weiter erklärt das Olivenöl voller Stolz Testsieger bei „Stiftung Warentest“ zu sein. Vor lauter Siegeln und solchen, die es vorgeben zu sein, weiß der Verbraucher kaum noch, auf welche Angaben er sich denn nun verlassen kann. Irgendwo im Siegel-Dschungel versteckt sich auch das blau-grüne Fairtrade-Siegel, je nach Interpretation ein Papageienkopf, ein Elefant zwischen Wiese und Wasserstelle …
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Nach Angaben des Migration and Remittance Factbook leben rund 16 Millionen Afrikaner außerhalb ihres Geburtslandes. Die größte Konzentration an afrikanischen Immigranten findet sich in Nordamerika und Europa. Wurde der Begriff der Diaspora bis vor zwanzig Jahren noch mit Zerstreuung einer ethnisch oder religiös zusammengehörigen Gruppe (zum Beispiel durch Versklavung oder Vertreibung) verbunden, nimmt die „neue afrikanische Diaspora“ heute eine ganz andere Rolle ein.
Kennzeichen einer Diaspora ist das Streben danach, die enge Verbindung zu ihrem Herkunftsland aufrecht zu erhalten. Neben direktem Kontakt zu Angehörigen spielen dabei die sogenannten Rücküberweisungen („remittances“) eine …
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Hamburg, den 14. Dezember 2009. Wie am vergangenen Wochenende bekannt wurde, sollen noch in diesem Monat etwa 350 Mädchen im North Rift Valley/Kenia der Verstümmelung ihrer Genitalien unterzogen werden.
Nach Angaben von Anti-FGM-Gruppen wurden bereits 140 minderjährige Mädchen im West Pokot District in der letzten Woche Opfer der Verstümmelungen.
Die kenianische Regierung duldet die Verstümmelungen bislang stillschweigend und greift nicht ein, obwohl Genitalverstümmelungen seit 2001 offiziell verboten sind. Die Regierung handelt damit nicht nur gegen das eigene Gesetz, sondern auch gegen die UN-Kinderrechtskonvention, die sie bereits 1990 ratifiziert hat.
Laut Bundesregierung folgt die …
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… heute möchte ich auf einen Beitrag des ZDF hinweisen, der anhand von fünf Beispielländern exemplarisch fragt, wie der Stand der Umsetzung der UN-Millenniumsziele heute ist. ‘Mission 2015′ ist eine 45-minütige Reportage, die neben den Chancen der verabschiedeten Ziele, vor allem die Hindernisse und Grenzen in der konkreten Realisierung aufzeigt.
Link zur Reportage
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Eine Milliarde hungernder Menschen weltweit – und die Weltgemeinschaft beendet den Welternährungsgipfel in Rom ohne konkrete Ergebnisse. Dazu kommt, dass viele Staatschefs westlicher Industrienationen mit Abwesenheit glänzten. Dabei sollte die Bekämpfung des weltweiten Hungers Priorität haben. Rund ein Sechstel aller Menschen leiden an Unterernährung und müssen hungern – das sind eine Milliarde Menschen zu viel.
Seit zehn Jahren steigt diese Zahl wieder an, nachdem es von Beginn der 80er Jahre bis Mitte der 90er Jahre gelungen ist, die Anzahl hungernder Menschen kontinuierlich zu reduzieren. Jacques Diouf, Generaldirektor der UN Ernährungs- und …
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Der bedeutende ghanaische Wirtschaftswissenschaftler George Ayittey hat ausgerechnet, dass seit 1960 die Summe von sechs Marshallplänen nach Afrika gepumpt wurde- „ohne erkennbares Ergebnis.“ Ferner hat er daran erinnert, dass in den 60er Jahren sich Afrika nicht nur selbst ernähren, sondern auch noch Lebensmittel exportieren konnte. Heute vertreten viele afrikanische Regierungen nicht die Interessen ihrer Bürger. 2004 errechnete die Afrikanische Union, dass Korruption Afrika jährlich 148 Milliarden Dollar kostet. Hinzu kommt die Kapitalflucht aus Afrika mit etwa 22 Milliarden Dollar.
Während ein großer Teil der regierenden „Elite“ seit Jahren mit Härte …
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“Die Weltgemeinschaft wollte die Zahl der Hungernden halbieren. Nun ist diese auf über eine Milliarde gestiegen. Dabei fehlt es nicht an Nahrungsmitteln.”






