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Rückblick: Haiti vor der Katastrophe

24 Januar 2010 Kathrin Wolf Keine Kommentare PDF Drucken

Seit dem Erdbeben am 12. Januar 2010 überhäufen sich die Nachrichten aus Haiti. Die Zahl der Toten und Verletzten steigt stündlich, die Hiobsbotschaften nehmen kein Ende. In den Medien ist der Inselstaat momentan so präsent wie noch nie, eine Meldung jagt die nächste und Korrespondenten sind bemüht, einen Eindruck der Lage vor Ort zu vermitteln.

Doch wie stand es eigentlich vor der schrecklichen Katastrophe um Haiti?

Christophe Wargny zeichnet in seinem Artikel „Ein Dollar am Tag und ein Handy“ (2008) (nachzulesen unter http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Haiti/handy.html )  ein anschauliches Bild des einzigen Landes des amerikanischen Kontinents, das zu den „am wenigsten entwickelten Ländern“ gezählt wird.

Auch wenn es vereinzelte Beispiele für einen Fortschritt gibt – man nehme den Rückgang derjenigen, die durch Schusswaffen verletzt werden – ist Haiti weit davon entfernt, der Armut zu entkommen. So gibt es für drei Viertel der Bevölkerung nicht einmal eine Mahlzeit pro Tag. Als dann im Zuge der weltweiten Lebensmittelkrise im Frühjahr 2008 der Preis für einen 23-Kilo-Sack Reis wie aus heiterem Himmel nicht mehr 35, sondern 70 $ betrug und auch andere lebenswichtige Güter unerschwinglich wurden, verschärfte sich die Lage. Hungerrevolten folgten. Und die Aussichten sind schlecht: Abhängigkeit von Importprodukten aus den USA anstelle einer Selbstversorgung durch Produkte der eigenen Landwirtschaft verhindern jegliche positive Entwicklung. Erhebliche Schuld an dem Zustand Haitis trägt der Staat, der das Land nach Wargny „innerhalb von 20 Jahren heruntergewirtschaftet hat“.

Und zur Erinnerung: Wargny beschreibt den Zustand vor dem Erdbeben.

Den vollständigen Artikel findet ihr auf der Internetseite der „AG Friedensforschung an der Uni Kassel“: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Haiti/handy.html

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