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“Fluch der Ressourcen”

9 November 2009 Thomas Esser Keine Kommentare PDF Drucken

In vielen afrikanischen Staaten wird die Kluft zwischen arm und reich immer größer. Und das, obwohl in einigen von ihnen genügend Ressourcen vorhanden wären, um das Leid der Bevölkerung zu lindern. Ein gutes Beispiel dafür ist Angola. Das Land verfügt mit seinen reichen Ölvorkommen über einen der begehrtesten Rohstoffe der Welt. Doch die Milliarden, die durch das Öl erwirtschaftet werden, kommen nur einer kleinen Elite zu Gute. Während sich diese mit 200 000 Dollar teuren Autos von Edelrestaurant zu Edelrestaurant kutschieren lässt und sich die Frauen der Herrscher eine Schönheitsoperation nach der anderen gönnen, kann sich der Großteil der Bevölkerung noch nicht einmal Medikamente gegen Malaria leisten. Entwicklungsexperten sprechen vom „Fluch der Ressourcen“. Viele afrikanische Herrscher sind unfähig und unwillig die Ressourcen ihres Landes zum Wohle seiner Bevölkerung einzusetzen. Angola ist hier kein Einzelfall. In Kenia, einem Land in dem 2,5 Millionen Menschen von internationaler Nahrungsmittelhilfe leben, verdienen die Regierungsmitglieder so viel wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Bei ihrer Selbstbereicherung sind die Herrscher auf Geschäftspartner im Ausland angewiesen. Der inzwischen verstorbene Omar Bongo, ehemaliger Präsident von Gabun, unterhielt beispielsweise Geschäftsbeziehungen zum französischen Mineralölkonzern Elf Aquitaine, und Angola ist mittlerweile zum größten Öllieferanten Chinas aufgestiegen. Die Zusammenarbeit von Bongo und dem französischen Mineralölunternehmen war zwar regelmäßig Gegenstand von Untersuchungen französischer Staatsanwälte, die wegen angeblicher Bestechungsaffären ermittelten. Zu Verurteilungen kam es allerdings nie.

 

Den kompletten Artikel zu diesem Thema findet ihr auf:  http://www.zeit.de/2009/45/Afrikas-Parasiten?page=1 oder in der Printausgabe der „Zeit“ vom 29.10.2009 (S.26,27)

 

 

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