Beiträge des Monats November 2009
Entwicklungspolitik »
Eine Milliarde hungernder Menschen weltweit – und die Weltgemeinschaft beendet den Welternährungsgipfel in Rom ohne konkrete Ergebnisse. Dazu kommt, dass viele Staatschefs westlicher Industrienationen mit Abwesenheit glänzten. Dabei sollte die Bekämpfung des weltweiten Hungers Priorität haben. Rund ein Sechstel aller Menschen leiden an Unterernährung und müssen hungern – das sind eine Milliarde Menschen zu viel.
Seit zehn Jahren steigt diese Zahl wieder an, nachdem es von Beginn der 80er Jahre bis Mitte der 90er Jahre gelungen ist, die Anzahl hungernder Menschen kontinuierlich zu reduzieren. Jacques Diouf, Generaldirektor der UN Ernährungs- und …
Entwicklungspolitik »
Der bedeutende ghanaische Wirtschaftswissenschaftler George Ayittey hat ausgerechnet, dass seit 1960 die Summe von sechs Marshallplänen nach Afrika gepumpt wurde- „ohne erkennbares Ergebnis.“ Ferner hat er daran erinnert, dass in den 60er Jahren sich Afrika nicht nur selbst ernähren, sondern auch noch Lebensmittel exportieren konnte. Heute vertreten viele afrikanische Regierungen nicht die Interessen ihrer Bürger. 2004 errechnete die Afrikanische Union, dass Korruption Afrika jährlich 148 Milliarden Dollar kostet. Hinzu kommt die Kapitalflucht aus Afrika mit etwa 22 Milliarden Dollar.
Während ein großer Teil der regierenden „Elite“ seit Jahren mit Härte …
Unternehmensethik »
Banking 2.0: Die Noa Bank ist seit November 2009 in Deutschland gestartet mit dem Anspruch, die “andere Bank” zu sein. Keine Spekulationen und Geschäfte auf eigene Rechnung, sondern klassisches Kreditgeschäft: Spareinlagen finanzieren Unternehmen. Dabei sollen die Kunden selbst entscheiden können, ob ihr Geld in Kultur, nachhaltige Entwicklung, lokale Unternehmen oder den Gesundheits- und Sozialsektor investiert wird.
Aktuell, Entwicklungspolitik »
“Die Weltgemeinschaft wollte die Zahl der Hungernden halbieren. Nun ist diese auf über eine Milliarde gestiegen. Dabei fehlt es nicht an Nahrungsmitteln.”
Entwicklungspolitik »
Volker Seitz, ehemaliger Botschafter und Autor des Buches “Afrika wird armregiert”, macht im folgenden Artikel deutlich, dass das eigentliche Problem afrikanischer Staaten die dortigen Regierungen sind. Ihre Landleute sind ihnen mehr oder weniger egal und so sehen sie auch in der Massenauswanderung, die man leider in vielen afrikanischen Staaten beobachten kann, kein Alarmzeichen.
“Es bringt nichts, um den heißen Brei herum zu reden. Die regierenden Eliten in den „afrikanischen Vampirstaaten“( so nennt sie der ghanaische Ökonom George Ayittey) haben in einem Land nach dem anderen die Wirtschaft und den Staat ruiniert. …
Projekte »
Seit der Veröffentlichung des neuesten IPCC Berichtes zur globalen Erwärmung aus dem Jahr 2007 wurden Begriffe wie Treibhauseffekt, Klimawandel oder auch Nachhaltigkeit immer öfter in den Medien thematisiert und so immer stärker in das öffentliche Bewusstsein hineingetragen. Nicht erst seit diesem Bericht, sondern bereits seit der 1992 abgehaltenen Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio spielt insbesondere der letztgenannte Begriff der Nachhaltigkeit auch in der Entwicklungszusammenarbeit eine zentrale Rolle. Dies klingt zunächst einmal sinnvoll und nachvollziehbar, jedoch impliziert es auch einige Probleme bei der Umsetzung von Entwicklungsprojekten. …
Allgemein »
In vielen afrikanischen Staaten wird die Kluft zwischen arm und reich immer größer. Und das, obwohl in einigen von ihnen genügend Ressourcen vorhanden wären, um das Leid der Bevölkerung zu lindern. Ein gutes Beispiel dafür ist Angola. Das Land verfügt mit seinen reichen Ölvorkommen über einen der begehrtesten Rohstoffe der Welt. Doch die Milliarden, die durch das Öl erwirtschaftet werden, kommen nur einer kleinen Elite zu Gute. Während sich diese mit 200 000 Dollar teuren Autos von Edelrestaurant zu Edelrestaurant kutschieren lässt und sich die Frauen der Herrscher eine Schönheitsoperation …
Unternehmensethik »
In der Ausgabe vom 08. November 2009 der Welt am Sonntag findet man ein Interview, das Karsten Seibel mit dem Nobelpreisträger Muhammad Yunus geführt hat. Darin berichtet Herr Yunus von seiner Vision des sozialen Unternehmertums. Er beschreibt, dass es in Zukunft zwei parallele Geschäftswelten geben könnte. Eine die wie bisher gewinnorientiert Handelt und eine der Sozialunternehmer. Durch einen Ausgleich wäre es möglich einen Teil des erwirtschafteten Gewinns an Sozialunternehmer zu übergeben. Diese würden versuchen mit den Spenden anderen zu helfen. Dieser Ausgleich könnte z.B. durch eine soziale Börse geregelt werden …
Allgemein, Entwicklungspolitik »
Der aufgeklärte deutsche Staatsbürger lebt in einem Dilemma: Einerseits ist es zu einem Gemeinplatz geworden, dass Entwicklungsarbeit auf der Südhalbkugel zu befürworten ist. Andererseits will man's dann doch nicht zu weit treiben: Immerhin finanzieren wir durch Entwicklungsgelder ausländische Konkurrenz.
Deshalb ließ der Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) per Bild-Zeitung verkünden: Indien und China sollen demnächst ihre Entwicklung ohne deutsche Gelder finanzieren. Klingt gut. Immerhin sind doch die Chinesen dieses Völkchen, das uns schlechtes Klima, unfaire Konkurrenz und Menschenrechtsverletzungen beschert. "Ach, wenn gute Politik so einfach wäre", antwortet daraufhin Petra Pinzler in einem …
Allgemein, Entwicklungspolitik »
Unseren Milchbauern geht es schlecht. Das wissen wir, auch ohne uns im Fernsehen anzuschauen, wie literweise Milch verschüttet wird, um auf den Preisverfall und die Bedrohung der eigenen Existenz aufmerksam zu machen. Wir wissen es und dennoch kümmert es uns recht wenig, wenn wir in einer der allgegenwärtigen Supermarktketten für wenige Cents Milch in unseren Einkaufswagen packen. Beim Gemüse- oder Fleischkauf macht sich der eine oder andere vielleicht schon eher Gedanken und entscheidet sich für die Bio-Variante. Aber wenn es um Milch geht?
Was hat unsere Milch nun mit Entwicklungspolitik zu …






